Es ist an der Zeit, das Projekt »Ausbau A 23« anzuhalten und Gelder intelligent so umzuwidmen, dass zusätzlicher Verkehr möglichst gar nicht erst entsteht.

Dr. Frank Laurich aus Halstenbek, 15.10.2021 (Hamburger Abendblatt, Leserbrief »Bürger können den Ausbau der A23 mitplanen«)

Die geplante Verbreiterung der A23 ... benachteiligt weiterhin die Bahn, deren drittes Gleis bis Elmshorn bis heute fehlt - und das seit über 50 Jahren! Sie schafft erneute Anreize, als Pendler aus dem weiten Umland täglich mit dem Pkw nach Hamburg hineinzufahren.

(Pinneberger Tageblatt vom 10. Juni 2020. S. 5)

Außerdem plädiert die CDU für zwei Deckel über der A 23. Zum einen würden dadurch manche der Autobahnbrücken nicht mehr nötig sein. Zum anderen wäre es laut CDU der optimale Lärmschutz für die Anlieger.

Pinneberger Tageblatt, 25.03.2021 (Radstrecke und Autobahndeckel: CDU Rellingen will beim A23-Ausbau mitmischen. Das sind die Pläne)
Rellinger Deckel

317 Mio. Euro Baukosten. Rellingen muss 117 Mio. Euro übernehmen.

Abschätzung Jochen Hilbert 8.11. 2021

Monetäre Struktur der zu verhandelnden CDU-Vorschläge auf dem Rellinger Verkehrsausschuss am 2. Nov. 2021

CDU-Vorschlag Kosten für Rellingen in € Kosten für den Bund in € Begründung
Radweg entlang A23-Trasse, Veloroute Süd für Rellingen evtl. 2 Mio als Eigenanteil 6 Mio als Ersatz für heutige Wegung, die der A23-Ausbau vernichtet Pauschal ca. 1 Mio € pro Radwegkilometer
Verbesserung A23-Querung auf Brücken 0€ 3 Mio €? Radwege sollen breiter ausgelegt werden. Kostenanteil eines Brückneubaus
Zwei Autobahndeckel mit ca. 2,3km Länge 117 Mio €, 10% Nutzen für gewonnene Flächen. 100 Mio € 200 Mio € orientiert sich an einer veröffentlichten Kostenschätzung von 2014 zu den Hamburger Deckeln mit 3,5 km Länge Diese kosten den Bund 500 Mio. € und HH 275 Mio. €
„Umgehungs“straße Rellingen Nord ca. 5 Mio € geeignete Wahl der neuen AS-Auffahrt Pinneberg Mitte, evt. 1 Mio € doppelte Kosten eines Radschnellwegs von ca. 1 Mio. € pro Kilometer
Summe der Kosten insgesamt gut 107 Mio €, davon 2 Mio für Rad, 5 Mio für MIV 210 Mio €, davon 9 Mio für Rad man sieht, alles sehr autolastig! und das bei den Zukunftsaufgaben hinsichtlich Klimaschutz
Summe der Kosten insgesamt, ohne illusionäre Deckel-Blendgranate „Rellinger Deckel“ 2 Mio für Rad, 5 Mio für MIV im Verhältnis 30:70% 9 Mio für Rad, das wären etwa 3% der A23-Ausbaukosten nach Rechnung 2013, von der CDU befürwortet. auch ohne Deckel“ideen“ immer noch sehr autolastig.
  • In Hinsicht auf die dringend erforderliche Mobilitätswende ist ein Autobahnausbau nur ein „Weiter so“ in einer falschen Verkehrspolitik.

    Hans-Joachim Bull, Quickborn, 1. November 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Es ist an der Zeit, das Projekt »Ausbau A 23« anzuhalten und Gelder intelligent so umzuwidmen, dass zusätzlicher Verkehr möglichst gar nicht erst entsteht.

    Dr. Frank Laurich, Halstenbek, 15. Oktober 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Ich würde die A23 gleich 8-spurig ausbauen. Dann einen Deckel drauf wie auf der A7. Irgendwie muss das Geld ja verbrannt werden.

    Thomas P., Halstenbek, 25. August 2021 (Facebook)
  • Ein Ausbau der A23 entspricht überhaupt nicht der Klimapolitik des Landes und fördert nur noch mehr den Individualverkehr.

    Heidi Guhr, 5. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Wie gut, dass sich Widerstand regt! Der Ausbau der A23 ist ein Schritt in die falsche Richtung.

    Christiane Degner-Wehmeier, 5. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Ich möchte mit meinem Beitrag nochmals an die Politik appellieren: Bringt den Mut für eine Verkehrswende auf und seid transparent dabei.

    Jana Fuhrmann, 5. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Keine sinnlose Geldverschwendung, sondern Investitionen in den öffentlichen Personenverkehr und in moderne Fahrradwege.

    Andreas Halberschmidt, 27. Januar 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Der sechsspurige Ausbau der A23 scheint mir ein reflexartiger Lösungsversuch einer verfehlten Verkehrspolitik früherer Jahrzehnte zu sein.

    Jan Günther, 17. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Das Verkehrsaufkommen ist aber kein Naturphänomen, dem wir hilflos ausgeliefert sind, wie dem Wetter. Es ist menschengemacht!

    Petra Habedank, 17. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Ein solcher Autobahn-Ausbau ist das völlig falsche Signal in unserer Zeit des Umbruchs hin zur Umweltfreundlichkeit.

    Ulrike Anders, 17. Februar 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • In anderen Ballungsräumen Europas wird schon weiter gedacht: Oslo plant autofrei, Paris widmet Auto- in Fahrradspuren um, ...

    Jürgen Klischat, 11. Februar 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Wenn wir die grüne Welt wollen, brauchen wir dringend eine Wende: im Danken, im Handeln.

    Petra Habedank, 18. März 2021 (Pinneberger Tageblatt)
  • Meiner Meinung nach sollten wir intensiv ÖPNV und Radverkehr ausbauen und unterstützten und das Übel damit an der Wurzel packen.

    Ulrike Anders, 17. Februar 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Fast 90 Interessenten für die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den A23-Ausbau sind mittlerweile zusammengekommen.

    Jana Fuhrmann & Heidi Guhr, 25. Februar 2021 (Pinneberger Abendblatt)
  • Bund und Land müssen sparen, hier bieten sich Chancen. Mobilitätswende ist gefordert und möglich, Planungen müssen aktualisiert werden.

    Gert Drögemüller, 2. Februar 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Mit dem beabsichtigtten Ausbau der A23 rollt das nächste Großprojekt auf den Großraum Hamburg zu. Und mit welchen Konsequenzen? Sicher eine Flächenversiegelung, mehr Lärm, mehr Abgase, diverse Grundstücksenteignungen und extrem hohe Kosten.

    Andreas Halberschmidt, 2. Februar 2021 (Hamburger Abendblatt)
  • Ohnehin ist doch bewiesen, dass ein Ausbau von Straßen noch mehr Verkehr anzieht, und was dann?

    Torsten Reimer, 14. Februar 2019 (Hamburger Abendblatt)
Ausbau der A23

Was die Presse schreibt

Der Verkehrsbereich hat bisher nicht dazu beigetragen, die Klimaziele zu erreichen.

Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer (Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme, Universität Kassel)
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Laut einer Studie ist der öffentliche Personennahverkehr für rund 55 Millionen Menschen in Deutschland nicht ausreichend. On-Demand-Sammeltaxis sollen Abhilfe schaffen.

Handelsblatt, 27.10.2021 (Studie – 55 Millionen Bürger ohne ausreichenden ÖPNV)
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Ausgebremste Verkehrswende? Wie Grüne und FDP ums Auto streiten